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Anwendungsfall · Justiz

Urteile und Beschlüsse ohne Parteidaten – mit unverändertem Tenor

Parteien, Zeugen, Adressen und Ausweisnummern anonymisieren, bevor eine Entscheidung geteilt oder veröffentlicht wird – ohne die rechtliche Begründung zu verlieren.

Die Ausgangslage

Gerichtsentscheidungen werden für Schulungen, interne Rechtsprechungssammlungen, Auskunftsersuchen und die Zusammenarbeit mit anderen Stellen weiterverwendet. Daten von Parteien und Dritten, über den ganzen Text verstreut, müssen vorher entfernt werden.

Die Akten liegen gescannt vor, mit Stempeln und Unterschriften, und sind oft lang. Manuelle Prüfung skaliert nicht – und ein einziger übersehener Name genügt, um jemanden zu re-identifizieren.

Was anonymisiert wird

Mit den KI-Optionen und Mustern des Produkts:

  • Namen von Parteien, Zeugen, Prozessbevollmächtigten und Sachverständigen

    KI-Option „DSGVO-Anonymisierung“

  • Ausweis- und Steuernummern, Telefonnummern und E-Mails

    Muster [G] DNI / NIF, [G] CIF und [G] Correo electrónico

  • Adressen und Tatorte

    KI-Option „Adressen“

  • Kfz-Kennzeichen (Unfälle, Verkehrssachen)

    KI-Option „DSGVO-Anonymisierung“ (einschließlich Kennzeichen)

  • Handschriftliche Unterschriften und Stempel in Scans

    Option „QR-Codes und digitale Signaturen“ und für die handschriftliche Unterschrift ein manuell gezeichneter Bereich oder ein Figurenmuster

Fiktives Dokument

Vorher und nachher: Zivilurteil

Fiktives Urteil eines erfundenen Gerichts auf Englisch. Parteien, Prozessbevollmächtigter, Ausweisnummer, Adresse und Kennzeichen werden verborgen; Gericht, Entscheidungsgründe und Tenor bleiben.

Vorher
Vorher und nachher: Zivilurteil — Vorher
Nachher
Vorher und nachher: Zivilurteil — Nachher

So wurde es gemacht

  1. KI-Optionen: DSGVO-Anonymisierung (mit Kennzeichen) und Adressen.
  2. Muster [G] DNI / NIF.
  3. Whitelist mit dem Gericht und dem Amt des Richters.

Nachgestellte Abbildung auf Basis eines synthetischen PDFs: Sie gibt die Auswahl der genannten Optionen wieder und ist kein Screenshot der Engine.

Verwendete Vorlagen und Funktionen

  • Pseudonymisierungsprofil „Justiz“

    Ersetzt Namen durch andere mit demselben Anfangsbuchstaben, hält Unternehmen konsistent, verschiebt Datumsangaben und führt E-Mails in einer umkehrbaren Tabelle.

  • Umgekehrte Anonymisierung

    Legen Sie fest, was sichtbar bleibt (Gericht, Berichterstatter, zitierte Normen) – der Rest wird verborgen.

  • Zuordnungstabelle

    Dasselbe Pseudonym für dieselbe Person im gesamten Dokument, mit herunterladbarer Tabelle, um es bei Bedarf rückgängig zu machen.

  • Selektive OCR und Stapel

    OCR nur auf gescannten Seiten; Stapel für Entscheidungsserien.

Typischerweise anwendbare Vorschriften

DSGVO und BDSG
Sie regeln die Verarbeitung personenbezogener Daten; für Gerichte gelten Besonderheiten, etwa dass die Datenschutzaufsicht nicht für die justizielle Tätigkeit zuständig ist (Art. 55 Abs. 3 DSGVO).
Veröffentlichung von Gerichtsentscheidungen
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind veröffentlichungswürdige Entscheidungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen; vor der Herausgabe werden sie in der Regel anonymisiert bzw. neutralisiert.
Spanisches Nationales Sicherheitsschema (ENS)
Politeia Soft verfügt über eine ENS-Zertifizierung der Kategorie Mittel, deren Geltungsbereich Anonimatum umfasst.
Hinweis
Nur zur Orientierung, keine Rechtsberatung. Was mit welcher Rechtsgrundlage veröffentlicht oder geteilt wird, entscheidet der Verantwortliche.

Häufige Fragen

Anonymisieren oder pseudonymisieren?

Für die Veröffentlichung wird in der Regel anonymisiert (verborgen). Bleibt das Dokument in einem internen Ablauf und müssen Sie wissen, wer wer ist, pseudonymisiert das Profil „Justiz“ mit einer umkehrbaren Zuordnungstabelle.

Ist der Text unter der Schwärzung noch sichtbar?

Nein. Das resultierende PDF behält den geschwärzten Text nicht unter dem Balken: Es ist kein über das Original gezeichnetes Rechteck.

Lieber direkt in Ihr Dokumentenmanagementsystem integrieren? Zum Entwicklerportal

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